20.06.2018, von Internetauftritt BMI

Kompetenzen des THW bei Unwetter gefragt

Bericht des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

THW/ Bastian Lösch: In vielen Orten wurden auch Autos von Fluten erfasst. Menschen wurden durch die Unwetter zum Glück nicht verletzt.

Geflutete Straßenzüge, vollgelaufene Keller: Die Unwetterlage im Südwesten Deutschlands hält an. Mehr als 800 THW-Kräfte pumpen, räumen und arbeiten derzeit gegen die Folgen des Starkregens an. Besonders stark betroffen sind Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Seit Beginn der Regenfälle vor zwei Wochen waren rund 2700 Helferinnen und Helfer des THW im Unwettereinsatz.

Die Überschwemmungen fordern die vielseitigen Fähigkeiten der Ehrenamtlichen des THW. Mit Pumpen mit Förderleistungen von bis zu 25.000 Liter pro Minute legen sie zahlreiche Gebäude und Gelände trocken. Letzte Woche wurden diese gleich zweimal genutzt, um den Keller der Bundesmusikschule in Bad Gandersheim auszupumpen. Der aufgeweichte Untergrund destabilisiert vielerorts Hänge, Baustellen und Gebäude. Die Baufachberaterinnen und -fachberater des THW beurteilten in den vergangenen Tagen immer wieder die Lage, bevor THW-Kräfte Abstützsysteme wie das Einsatz-Gerüstsystem (EGS) nutzten. So beispielsweise in Fischbach, wo ein durchnässter Hang in ein Wohnhaus zu rutschen drohte.

Um das Wasser am Vordringen zu hindern, griff das THW auch auf seine Expertise in der Sandsacklogistik zurück. Mit Radladern und verschiedenen Lastwagen wurden die Sandsäcke und Palletten umgeschlagen. Dabei arbeiteten die Einheiten des THW häufig mit den lokalen Feuerwehren zusammen. Da einige Einsätze bis in die Nacht andauerten, leuchteten THW-Kräfte immer wieder Einsatzstellen aus. Die Fachgruppen Elektroversorgung sicherten mit Netzersatzanlagen mit einer Leistung von durchschnittlich 200 Kilovoltampere (kVA) in mehreren Orten die Stromversorgung.

Die bundesweit einheitlichen Strukturen des THW ermöglichen den überregionalen Einsatz der Helferinnen und Helfer. Sie sind in THW-Fachgruppen organisiert, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt haben und flexibel eingesetzt werden können.

 

 


  • THW/ Bastian Lösch: In vielen Orten wurden auch Autos von Fluten erfasst. Menschen wurden durch die Unwetter zum Glück nicht verletzt.

  • THW/ Sandra Pampus: Aus knapp 2.000 Sandsäcken bauten die Einsatzkräfte der THW-Ortsverbände Halberstadt und Quedlinburg einen Schutzwall vor dem Klinikum in Halberstadt.

  • THW: Eine zwei Meter hohe Schlammwelle bahnte sich ihren Weg durch mehrere Ortschaften in Niedersachsen. Helferinnen und Helfer pumpten zahlreiche Gebäude leer.

  • THW/ Andreas Fleischmann: Die THW-Einsatzkräfte der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen verhinderten den Komplettausfall des Pumpwerks in Steinberg am See.

  • THW/ Manuel Schwindt: Die fragile Baugrube am Mannheimer Flughafen beschäftigte die Einsatzkräfte bis Samstagmittag.

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