Aktueller Stand von Forschung und Entwicklung

Grundsätzlich besteht bei Starkregenereignissen das Problem, dass sie deutlich schwerer vorhersagbar und planbar sind als Hochwasserereignisse. Während beim Flusshochwasser der Blick auf die Pegel am Oberlauf genügt um die zu erwartenden Wasserstände bis zu einige Tage vorher abzuschätzen, bleiben bei schweren Unwettern maximal einige Stunden, oft nur Minuten bis das Ereignis eintritt.

Zudem existieren bisher keine einheitlichen Standards zur Einstufung von Starkregenereignissen oder zur Erstellung von Gefahrenkarten für Starkregenereignisse. Grade der Punkt mit den fehlenden Gefahrenkarten und die damit fehlende Planungsgrundlage zur Planung von Abwehrmaßnahmen erschwert die Vorsorge erheblich. Derzeit wird aber an viele Stellen daran gearbeitet, ein fundiertes Konzept für Starkregenkarten zu erarbeiten. Dieses muss neben den Niederschlagsmengen und der Sammlung der Wassermassen in tiefen Lagen, Tälern, Senken und Unterführungen auch den möglichen Abfluss über die Kanalisation mit einbeziehen, was derzeit schwer darstellbar ist.

Die intensive Erforschung von Starkregenereignissen zur besseren Vorhersage wird richtig intensiv erst seit wenigen Jahren betrieben, weshalb hier vielfach noch vernünftige Daten- und Erfahrungsgrundlagen fehlen. Es existieren jedoch bereits vielversprechende Ansätze, die nun weiter verfolgt werden.

Derzeit ist lediglich die Einstufung von Starkregen durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) allgemein anerkannt:

Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunden (Markante Wetterwarnung)

Regenmengen > 25 l/m² in 1 Stunde oder > 35 l/m² in 6 Stunden (Unwetterwarnung)