Einsatzmaßnahmen bei Starkregen

Der Einsatz bei Starkregen unterscheidet sich vom klassischen Hochwassereinsatz in zwei Punkten:

1) Schlechte Planbarkeit im Vorfeld, meist ad hoc – Einsätze

2) deutlich erhöhtes Risiko für die Bevölkerung, aber auch für die Einsatzkräfte auf Grund der oft schnellen Strömung

 

Hauptsächlich dürften sich die Maßnahmen von Einsatzkräften während des akuten Ereignisses auf die Rettung von Menschen aus akuter Lebensgefahr und die Aufräumarbeiten und provisorische Sicherung / Instandsetzung nach dem Ablauf der Wassermassen beschränken. Vereinzelt lässt sich sicherlich auch das Ausmaß der Überflutung durch Sandsäcke oder Sandsackersatzsysteme lokal begrenzen.

Üblicherweise ist das Ereignis aber bereits bei Eintreffen der Einsatzkräfte soweit fortgeschritten, dass sich Eindämmungsmaßnahmen nur im begrenzten Umfang und unter Einsatz des Lebens der Helfer umsetzen lassen, was es tunlichst zu vermeiden gilt. Grade bei extremen Ereignissen, wie 2016 im bayerischen Simbach oder in Rottal-Inn gilt es jedes Risiko zu vermeiden.

Oder es kommt vor, dass das Ereignis bereits beendet ist, sprich die Überflutung ist rückläufig, sodass Maßnahmen unter Umständen gar nicht mehr nötig sind.

 

Für die Technischen Berater Hochwasserschutz und Deichverteidigung gibt es hier vereinzelt Aufgaben im Nachgang zu einem solchen Ereignis, wenn beschädigte oder zerstörte Hochwasserschutzanlagen provisorisch instandgesetzt werden müssen.

Ein wichtiger Ansprechpartner ist hier auch der Baufachberater, mit dem in solchen Lagen eine enge Zusammenarbeit forciert werden sollte.