Einsatzmaßnahmen bei Starkregen

Der Einsatz bei Starkregen unterscheidet sich vom klassischen Hochwassereinsatz in zwei Punkten:

1) Schlechte Planbarkeit im Vorfeld, meist ad hoc – Einsätze

2) deutlich erhöhtes Risiko für die Bevölkerung, aber auch für die Einsatzkräfte auf Grund der schnellen Strömung

Hauptsächlich dürften sich die Maßnahmen von Einsatzkräften auf die Rettung von Menschen aus akuter Lebensgefahr und die Aufräumarbeiten und provisorische Sicherung / Instandsetzung nach dem Ablauf der Wassermassen beschränken. Vereinzelt lässt sich sicherlich auch das Ausmaß der Überflutung durch Sandsäcke oder Sandsackersatzsysteme lokal begrenzen. Üblicherweise ist aber bereits bei Eintreffen der Einsatzkräfte das Ereignis soweit fortgeschritten, dass sich Eindämmungsmaßnahmen nur im begrenzten Umfang und unter Einsatz des Lebens der Helfer umsetzen lassen, was es tunlichst zu vermeiden gilt. Grade bei extremen Ereignissen, wie im bayerischen Simbach oder in Rottal-Inn gilt es jedes Risiko zu vermeiden.

Für die Technischen Berater Hochwasserschutz und Deichverteidigung gibt es hier vereinzelt Aufgaben im Nachgang zu einem solchen Ereignis, wenn beschädigte oder zerstörte Hochwasserschutzanlagen provisorisch instandgesetzt werden müssen.